Unter den CMS rangiert Redaxo nicht unbedingt unter den populärsten. Tatsächlich findet man es in den meisten Rankings überhaupt nicht. Redaxo hat den Ruf, nur etwas für Profis zu sein – doch das wäre zu kurz gegriffen. Für manche Projekte ist dieses spezielle CMS geradezu perfekt geeignet.

Noch nie von Redaxo gehört?

Redaxo ist ein frei verfügbares CMS, das unter der MIT-Lizenz als Open-Source erhältlich ist. Als Content-Management-System für Webseiten verwendet es zumeist die Datenbank MySQL und basiert auf der bekannten Skriptsprache PHP. Durch die schlanke Struktur belastet es Datenbanken in der Regel deutlich weniger als andere Lösungen. Ursprünglich entwickelt wurde es bereits im Jahre 1999 von einer Agentur namens Pergopa. Zwischen 2004 und 2016 war Redaxo unter einer GNU-Lizenz erhältlich, läuft aber seit Version 5 unter den Voraussetzungen der MIT-Lizenz.

Die Nutzerzahlen (und somit die Verbreitung des Systems) sind kaum zu belegen, da es hierzu nur wenige Daten gibt. Das System ist in erster Linie im D-A-CH-Raum zu finden, aber auch andere Sprachen werden unterstützt. Die Verbreitung von CMS mit Open-Source ist aus mehreren Gründen für viele potenzielle Anwender wichtig. Der wichtigste Grund ist natürlich der Support innerhalb der Community, ohne den es bei Open-Source nun einmal nicht geht.

Weiterentwicklungen, die Schließung von Sicherheitslücken, die Programmierung von Templates und Erweiterungen – all dies erfordert eine fähige und aktive Community, über die viele andere Systeme bekannterweise verfügen. Doch ist das bei Redaxo auch so?

Werfen wir einen Blick auf die Statistiken: Marktanteile der wichtigsten CMS-Systeme (weltweit, Stand: Januar 2019):

  • 59,7 % – WordPress
  • 5,4 % – Joomla
  • 3,5 % – Drupal

Auch wenn das nur die Top-3 des Rankings sind – man erkennt an den Prozentzahlen, dass für unbekanntere Systeme kaum Marktanteile übrigbleiben. Selbst das noch relativ bekannte TYPO3 bildet in den Top-10 mit 1,3 % das Schlusslicht. Redaxo sucht man in dieser (und anderen Statistiken) vergeblich. Wie kommt es also, dass es sich dennoch eines durchaus guten Rufs erfreut? Insgesamt wird die Zahl der Installationen des Redaxo-CMS auf nur rund 55.000 geschätzt – und dieser Wert ist nur als Annäherung zu verstehen.

Grundlage hierfür sind unter anderem die Downloadzahlen von Installationsdateien, Zugriffe auf Updatefunktionen sowie aktive Mitglieder im Redaxo-Forum. Der Versuch eines Nachweises, wie viele Installationen es nun wirklich gibt, ist also nicht einfach, denn die Unsicherheitsfaktoren sind hoch.

Video: Erste Schritte in REDAXO CMS

Redaxo eignet sich für Projekte jeder Größe: Mit Einschränkungen

Doch warum ist es nun von Bedeutung, wie verbreitet Redaxo ist? Oftmals wird von der Größe der Community vorschnell auf die Qualität und Aktivität beim gruppeninternen Support geschlossen. Das mag in vielen Fällen auch begründet sein. Doch seien wir ehrlich: Unter den zahllosen Nutzern von WordPress, die man zweifellos in den Statistiken leicht finden kann, sind nur wenige, die sich wirklich aktiv in der Community engagieren. Bei Redaxo ist der Anteil der aktiven User in der Community sehr viel größer. Das mag daran liegen, dass es nie als einfaches out-of-the-box-System für Einsteiger gedacht war, sondern als offene Grundlage für die Weiterentwicklung nach eigenen Bedürfnissen.

Hier spielt Redaxo auch seine größte Stärke als CMS aus: Es gibt zwar relativ wenige vorgefertigte Module oder Baukastenelemente, die den Einsteiger mehr oder weniger hilflos zurücklassen; dafür bekommen Entwickler aber so gut wie alle Freiheiten und Möglichkeiten, die aufgrund der Baukastenstrukturen in anderen CMS eher begrenzt sind. Dadurch wird Redaxo auch perfekt skalierbar und eignet sich prinzipiell für Auftritte jeder Größe – also auch für gigantische Firmenauftritte.

‘Insofern ist das CMS für alle geeignet, die für andere ein maßgeschneidertes Redaktionssystem oder CMS erstellen möchten – also für ihre eigenen Kunden. Agenturen und Programmierer können mit Redaxo so gut wie alle Anforderungen und Vorgaben ihrer Kunden wie gewünscht umsetzen und fortführen, ohne den gleichen strukturellen Einschränkungen zu unterliegen, wie sie die klassischen Baukastensysteme nun einmal zwangsläufig aufweisen.

Nun darf man daraus nicht schließen, dass nur Entwickler und Programmierer mit Redaxo zurechtkommen. Im Gegenteil: Wurde es einmal auf die Bedürfnisse der jeweiligen Anwender konfiguriert und eingerichtet, kommen im Redaktionsalltag viele Nutzer mit Redaxo bestens klar. Es handelt sich also in erster Linie um ein sehr flexibles und machtvolles Framework, mit dem vieles umgesetzt werden kann.

Die kleine Community von Redaxo ist nicht unbedingt ein Nachteil

Bedenken, dass bei einer vergleichsweise kleinen Community wie der von Redaxo irgendwann der Support wegbricht, sind nachvollziehbar. Aber das gilt im Prinzip für alle CMS. Selbst die heute populären Systeme können schon morgen nicht mehr so angesagt sein. Und die Wahl kostenpflichtiger Lösungen von privaten Softwarefirmen ist auch nicht immer der Stein der Weisen. Geht ein solches Unternehmen pleite, hat es sich mit dem Support in der Regel auch erledigt. Wer jedoch eigene Programmierer und Entwickler beschäftigt bzw. über eine Agentur einen entsprechenden Support gebucht hat, fährt mit Redaxo sicher auch langfristig gut, denn unabhängig von der Community können fähige Entwickler hier auch in Eigenregie Verbesserungen vornehmen.

Der Code lässt sich vollständig kontrollieren, wodurch Anpassungen auf mobile Webseiten oder die immer wichtiger werdende Barrierefreiheit ohne Einschränkungen umgesetzt werden können. Das Backend für die Endnutzer lässt sich ebenfalls frei konzipieren, so dass jedes Unternehmen eine höchst individuelle Ausführung des CMS bekommen kann. Tatsächlich ist das Niveau der Redaxo-Community sehr hoch und wird somit eine echte Alternative für viele Projekte, die sich nicht mit anderen CMS anfreunden können. Vorgegebene Inhaltsmodule, bei denen man nicht benötigte Felder umständlich deaktivieren muss oder benötigte Felder gar nicht existieren, gibt es nicht.

Man kann sie selbst definieren und baut alles selbst auf. Für erfahrene Entwickler sind solche Anpassungen in der Regel innerhalb weniger Minuten umsetzbar und erfordern keinen großen personellen oder zeitlichen Zusatzaufwand. Agenturen können deshalb mit Redaxo die Kundenwünsche meist sehr schnell verwirklichen. Man sollte sich übrigens nicht von der Demoseite täuschen lassen, die bei der Erstinstallation von Redaxo mitgeliefert wird. Es handelt sich dabei nur um eine sehr einfache Beispielseite, die das wahre Potenzial des CMS nicht mal ansatzweise zeigt.

 Agenturen und Programmierer können mit Redaxo so gut wie alle Anforderungen und Vorgaben ihrer Kunden wie gewünscht umsetzen und fortführen, ohne den gleichen strukturellen Einschränkungen zu unterliegen, wie sie die klassischen Baukastensysteme nun einmal zwangsläufig aufweisen.

Agenturen und Programmierer können mit Redaxo so gut wie alle Anforderungen und Vorgaben ihrer Kunden wie gewünscht umsetzen und fortführen, ohne den gleichen strukturellen Einschränkungen zu unterliegen, wie sie die klassischen Baukastensysteme nun einmal zwangsläufig aufweisen. (#01)

Man bekommt bei Redaxo exakt, was man will – aber eben auch nicht mehr als das

Die Dokumentation ist bei einem derart offenen CMS (im wahrsten Sinne des Wortes) natürlich nicht einfach umzusetzen. Ein strukturiertes Handbuch ist kaum machbar, weil schon der Administrationsbereich bei fast jeder einzelnen Redaxo-Installation von anderen abweicht. Die hohe Flexibilität und Individualität hat diesbezüglich einige Nachteile, die aber durch die Redaxo-Entwicklergemeinschaft FOR (Friends Of Redaxo) aufgefangen wird. Individuelle Problemstellungen und Fragen werden hier meist auch individuell behandelt, so dass die Hilfe niemals weit entfernt liegt. FOR ist vor allem für die Entwickler gedacht, weniger als Hilfe für User, die Unterstützung im Forum finden.

Bei FOR gibt es folglich gar nicht so viele aktive Mitglieder, die jedoch an ihren Projekten gemeinsam arbeiten. Scheidet ein Entwickler aus, kann die Community die Arbeit problemlos weiterführen. Reine Anfänger ohne Programmierkenntnisse werden ohne zusätzliche Hilfe mit Redaxo aber nicht sonderlich glücklich werden, da sie mit anderen CMS wie WordPress deutlich schneller zu Ergebnissen gelangen. Je individueller und anpassbarer die Seite aber sein soll, desto eher spricht alles für Redaxo. Eine sehr einfache Template- und Modulverwaltung kann über den jeweiligen Administrationsbereich selbst aufgebaut werden. Hier liegt ein weiterer Vorteil des schlanken Konzepts: Anstatt umständlich einen extrem komplizierten Wald von Administrationsoptionen auf das reduzieren zu müssen, was man tatsächlich benötigt, kann man bei Redaxo von Beginn an alles frei konzipieren und nur das implementieren, was man wirklich haben will.

Für die spätere Arbeit der Redakteure und Administratoren ist das sehr hilfreich, weil überflüssige Optionen (die nicht selten Grund für falsche Einstellungen und Fehlbedienungen sind) entfallen. Vorgefertigte Module und Templates haben es allerdings schwer, denn natürlich würde es bei derart individualisierten Admin-Bereichen allzu oft zu Inkompatibilitäten mit den jeweiligen Modulen kommen. Redaxo vereint also alle Vor- und Nachteile der perfekten Individualisierung miteinander. Das muss man wissen, bevor man sich für das CMS entscheidet. Als Kunde einer Agentur ist man mit diesen Problemen aber in der Regel nicht befasst, weil man quasi das fertige Produkt nach Maß sowie den Support und die Wartung des CMS per Vertrag einkauft.

Dadurch wird das Label „kostenloses CMS“ selbstverständlich relativiert, denn diese Leistungen wird man bezahlen müssen und hat am Ende ähnliche Kosten wie bei einem professionellen Software-Produkt, das aber im Gegenzug längst nicht so frei konfigurierbar auf die jeweiligen Bedürfnisse ist. Das gilt so im Prinzip für alle CMS-Lösungen, bei denen eine Agentur als Dienstleister zwischengeschaltet ist. Immerhin fallen keine Lizenzgebühren oder ähnliche Kosten an, so dass die freie Verwendbarkeit innerhalb des Unternehmens problemlos gegeben ist. Insbesondere große Unternehmen mit komplexen CMS-Redaktionsanforderungen profitieren davon. Denn das ist Redaxo: Ein echtes Redaktionssystem und keine einfache Blog-Plattform wie WordPress.

Weitere Features, die sich mit Redaxo realisieren lassen, sind: Für Medienmanager (zur optimalen Nutzung des Medienpools

Weitere Features, die sich mit Redaxo realisieren lassen, sind: Für Medienmanager (zur optimalen Nutzung des Medienpools. (#02)

Version 5 hat Redaxo neu definiert

Redaxo gibt es als Framework bereits seit vielen Jahren. Mit der Version 5 hat sich allerdings viel geändert und die Idee eines schlanken Kerns, der nicht mehr als einige Grundfunktionen beinhaltet und ansonsten jede Flexibilität zur Weiterentwicklung bietet, hat sich damit festgesetzt. Natürlich gibt es auch in der Redaxo-Community AddOns, mit denen man Features und Erweiterungen hinzufügen kann, man muss also nicht immer selbst das Rad neu erfinden. Aber: Wo andere CMS einen Baukasten anbieten, bei dem man sich alles schnell selbst zusammenbastelt, muss man mit den AddOns umgehen können, um deren Potenzial zu entfalten. Die offene Architektur macht Redaxo zu einem Werkzeug, um Webseiten konsequent zu entwickeln.

Häufig wird vermutet, dass es gerade deshalb für kleinere Auftritte gar nicht geeignet ist – doch die Größe der Webseite spielt für Redaxo-Installationen keine Rolle. Tatsächlich lassen sich wirklich alle Arten von Projekten in jeder Größe skalieren, bis hin zu großen Internetportalen. Da jedoch die meisten kleinen Auftritte in der Regel nicht von Menschen mit großen Programmier- und Entwicklungskenntnissen betrieben werden, bildet sich eine Trennlinie, die aber nicht technisch bedingt ist. Ein Beispiel ist die beliebige Zahl von Inhaltsmodulen, deren Input und Output vom Entwickler komplett selbst festgelegt wird. Beschränkungen von Inhaltstypen (z. B. Medien) oder bestimmten Layouts lassen sich damit völlig umgehen.

Hier ein kurzer Einblick in die Versionsgeschichte von Redaxo (Auszug):

  • Version 2.x – August 2004 bis November 2004
  • Version 3.x – August 2005 bis April 2006
  • Version 4.x – Oktober 2007 bis März 2017
  • Version 5.x – seit Januar 2016

Mit der Einführung von Version 5 werden die älteren Versionen nicht mehr unterstützt. Ausnahme bildet lediglich Version 4.7.2, die letzte Version vor dem Umstieg auf die 5.0. Die Entwicklung geht ständig weiter und schließt wichtige Sicherheitslücken, die es bei jedem offenen CMS zwangsläufig immer wieder einmal geben wird.

Kategorien bilden das Herz von Redaxo

Typisch für Redaxo ist die Organisation in Kategorien, die als Ordner-Strukturen zu verstehen sind. Man kann also eine bestimmte Kategorie erstellen und unterhalb dieser die gewünschten Artikel oder weitere Unterordner (bzw. Unterkategorien) erzeugen. Dadurch ist die Übersichtlichkeit sehr hoch, da man immer exakt in der gewünschten Seite agiert und weiß, wo diese angezeigt wird.

Die Navigation der Webseite wird damit ganz automatisch erstellt, während die Inhalte wachsen. Eine nachträgliche Verschiebung oder das Kopieren von Kategorien ist natürlich ebenso möglich wie eine Änderung der Prioritäten innerhalb der Hierarchie. Einzelne Ordner lassen sich zudem ausblenden und somit offline schalten, falls gewünscht.

Weitere Features, die sich mit Redaxo realisieren lassen, sind:

  • flexible Module für die Pflege von Inhalten
  • echter WYSIWYG-Editor
  • Medienpool, in dem alle Bilder, Videos, Sounds etc. zentral verwaltet werden können
  • Medienmanager (zur optimalen Nutzung des Medienpools)
  • Formular-Optionen
  • SEO-Unterstützung

Insbesondere die SEO-Unterstützung für Medieninhalte ist ein großes Plus von Redaxo. Während man bei Content in Form von Textinhalten bei der jeweiligen Erstellung auf die SEO-Eigenheiten achten kann, ist es bei der Medienverwaltung immer wichtiger, Bilder einzeln mit aussagekräftigen Namen und alternativen Texten ausstatten zu können, die von den Suchmaschinen bevorzugt werden. In den meisten anderen CMS ist das sehr umständlich oder überhaupt nicht vorgesehen. Leider kann man Dateinamen nicht nachträglich ändern – jedenfalls noch nicht. Man sollte also schon beim Hochladen von Dateien auf SEO-taugliche Dateinamen achten. Was allerdings problemlos möglich ist, ist eine Aktualisierung vorhandener Dateien.

Möchte man beispielsweise das Profilbild eines Redakteurs auf der Webseite aktualisieren, kann man einfach ein anderes Bild mit dem identischen Dateinamen (und identischem Dateiformat) hochladen, dass die alte Datei ersetzt. Das hat den Vorteil, dass alle gesetzten Links weiterhin funktionieren. Außerdem muss man wissen, dass Dinge wie die Erzeugung von Formularen nicht zum Standardumfang von Redaxo gehören, sondern (wie die meisten Features) über AddOns gelöst werden. Hierfür gibt es aber bereits zahlreiche Vorlagen, so dass man auch hier nicht die komplette Arbeit alleine leisten muss. Arbeitet man mit derartigen AddOns, ist der Aufbau durchaus auch für weniger versierte Anwender möglich, sofern keine grundlegenden Änderungen in der Programmierung gewünscht werden.

Video: Template nach HTML Vorlage für das CMS Redaxo

Klassische Benutzerverwaltung bei Redaxo

Wer ein komplexes Redaktionssystem benötigt, muss im CMS natürlich die Rollen- und Benutzerverwaltung im Griff haben. Das geht bei Redaxo ganz ähnlich wie bei vielen anderen Systemen. Die Rechte der Benutzer werden einzeln festgelegt und zugewiesen. Man kann zum Beispiel bei Installation von Mehrsprachigkeit festlegen, dass Redakteur A nur die Inhalte einer bestimmten Sprache editieren kann, und Redakteur B die einer anderen, während Redakteur C alle Sprachen bearbeiten kann. Auch die Rechtezuweisung ist klar gegliedert – es lässt sich problemlos festlegen, wer Inhalte bearbeiten darf und wer sie anschließend auch online freigeben kann. Werden komplexere Freigabeverwaltungen gewünscht, lassen sich diese natürlich auch programmieren bzw. durch AddOns implementieren.

Vor und Nachteile von Redaxo im Überblick

Vorteile:

  • einfache und übersichtliche Struktur ohne unnötigen Ballast
  • Datenbanken werden deutlich weniger belastet
  • sehr professionelle Community mit hohem Enthusiasmus-Potenzial
  • perfekte Individualisierung möglich
  • anspruchsvolle Webseiten lassen sich ebenso gestalten wie einfache Auftritte
  • sauberer Schnitt durch neu konzeptionierte Version 5

Nachteile:

  • Design-Anpassungen sind vergleichsweise umständlich
  • vergleichsweise kleine Community
  • kein out-of-the-box-System für Einsteiger, die einen Baukasten brauchen
  • durch aufwändige Individualisierung entstehen oft Kosten (z. B. durch Dienstleister wie Agenturen bzw. interne Entwickler)
  • alte Versionen werden ab Version 5 nicht mehr unterstützt

Fazit: Redaxo bietet viel Potenzial für Individualisten und Agenturen

Wir haben viel über Redaxos Potenzial als offenes und flexibles CMS erfahren und wissen nun, dass es ein machtvolles Werkzeug zur Erstellung von Webseiten ist. Was es nicht ist, ist ein Baukasten für einfache Blogsysteme, wie sie Anwender von WordPress kennen und schätzen. Doch im Gegenzug bietet Redaxo ein ungleich höheres Maß an Möglichkeiten zur Individualisierung. Ob der Einsatz von fertigen AddOns oder die Entwicklung eigener Funktionalitäten gewünscht ist: Bei Redaxo geht das alles, sofern man über die notwendigen Kenntnisse verfügt. Zudem sorgt die schlanke Struktur dafür, dass Datenbanken wesentlich weniger stark belastet werden als durch andere Content-Management-Systeme, was auch der Geschwindigkeit zugutekommt.

Es ist trotz seiner relativ geringen Verbreitung ein bei seiner Community sehr beliebtes CMS, das durch intelligente Vernetzung von Entwicklern auch als relativ zukunftssicher bezeichnet werden kann. Besonders der Umstieg auf Version 5 hat alte Zöpfe abgeschnitten und eine saubere Entwicklerumgebung geschaffen, von der langfristig viel zu erwarten ist. Durch die freie Konfigurierbarkeit ist Redaxo insbesondere als Option für Agenturen interessant, die im Kundenwunsch perfekt individualisierte Redaktionssysteme schaffen möchten. Dabei ist die Skalierbarkeit frei wählbar – von sehr kleinen Webseiten bis hin zu komplexen Internetportalen jeglicher Größe kann man mit Redaxo alles realisieren – wenn man es kann.


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